Roger Moore: 7 James-Bond-Filme, Tod und die Serie ‘Die Zwei’
Man kennt ihn mit erhobener Augenbraue, einem trockenen Spruch auf den Lippen und einer Leichtigkeit, die Sean Connerys rauer Bond nie hatte. Roger Moore war der Gentleman unter den 007-Darstellern – einer, der den Job sieben Filme lang mit einem Augenzwinkern erledigte und dabei eine eigene Ära prägte. Was hinter den Kulissen geschah, wie sein deutscher Klang aussah und warum er in der Schweiz starb, erfahren Sie hier.
James-Bond-Filme: 7 ·
Geboren: 14. Oktober 1927 in London ·
Gestorben: 23. Mai 2017 in der Schweiz ·
Serie mit Tony Curtis: Die Zwei (1971–1972)
Kurzüberblick
- Moore spielte Bond in sieben offiziellen Filmen (The New York Times (etablierte Tageszeitung)).
- Seine Synchrostimme im Deutschen war Niels Clausnitzer (Synchron-Stimme.de (Sprecherdatenbank)).
- Ob Moore fließend Deutsch sprach oder nur einzelne Phrasen beherrschte.
- Wie eng die private Freundschaft zu Sean Connery wirklich war.
- Ob Roger Moore außerhalb seiner Ehen Affären hatte.
- Ob Roger Moore wirklich drei Kinder hatte.
- Moores Erbe bleibt durch Filmrestaurierungen und Dokumentationen präsent. (Keine Quelle)
- Die Frage nach dem „besten Bond” wird neu diskutiert – mit Moores Humor als Trumpf. (Keine Quelle)
- 1973: Erster Bond-Film Leben und sterben lassen (ABC News Australia (öffentlich-rechtlicher Sender)).
- 2017: Tod in der Schweiz an Krebs (The New York Times (etablierte Tageszeitung)). (ABC News Australia (öffentlich-rechtlicher Sender))
- Die konkrete Entwicklung von Moores Vermächtnis ist nicht abschließend dokumentiert.
- Die Diskussion um Moores Humor als Trumpf bleibt subjektiv.
Die wichtigsten Fakten zu Roger Moore im Überblick.
| Attribut | Wert |
|---|---|
| Name | Roger George Moore |
| Geburtstag | 14. Oktober 1927 |
| Geburtsort | Stockwell, London |
| Todestag | 23. Mai 2017 |
| Sterbeort | Crans-Montana, Schweiz |
| Beruf | Schauspieler |
| James-Bond-Filme | 7 |
| Bekannte Serien | The Saint, Die Zwei |
Wie oft hat Roger Moore James Bond gespielt?
Sieben offizielle Filme – das ist dieselbe Zahl wie bei Sean Connery. Moore übernahm die Rolle als dritter Darsteller der Eon-Reihe nach Connery und George Lazenby. Sein Debüt gab er 1973 mit Leben und sterben lassen (ABC News Australia (öffentlich-rechtlicher Sender)). Der letzte Auftritt als 007 folgte 1985 mit Im Angesicht des Todes (The New York Times (etablierte Tageszeitung)).
Seine Bond-Ära erstreckte sich über zwölf Jahre. In dieser Zeit entstanden:
- 1973: Leben und sterben lassen
- 1974: Der Mann mit dem goldenen Colt (Synchron-Stimme.de (Sprecherdatenbank))
- 1977: Der Spion, der mich liebte (Wikipedia (Online-Enzyklopädie))
- 1979: Moonraker – Streng geheim (Media-Paten (Sprecherverzeichnis))
- 1981: In tödlicher Mission (Media-Paten)
- 1983: Octopussy (Media-Paten)
- 1985: Im Angesicht des Todes (The New York Times)
Die Rolle war zunächst eine Wette: Konnte ein als Frauenheld und Humorist bekannter Schauspieler den ernsteren Bond Connery beerben? Moore beantwortete die Frage mit einem Stil, der den Agenten menschlicher machte – und das Publikum liebte es.
Moores Siegeszug als Bond bewies, dass Humor und Geheimdienst kein Widerspruch sind.
Wie hieß die Serie mit Roger Moore und Tony Curtis?
Die Antwort ist kurz, die Serie selbst unvergessen: Die Zwei – im Original The Persuaders!. Sie lief von 1971 bis 1972 und brachte zwei völlig unterschiedliche Schauspieler vor die Kamera. Moore spielte den britischen Adligen Brett Sinclair, Curtis den US-amerikanischen Draufgänger Danny Wilde (Synchron-Stimme.de (Sprecherdatenbank)).
Die Serie war ein komödiantisches Agenten-Abenteuer, das Moores Talent für leichte Unterhaltung perfekt zur Geltung brachte. Dass er danach Bond wurde, war kein Zufall – die Chemie zwischen ihm und Curtis hatte den Produzenten gezeigt, dass Moore ein Publikumsmagnet war.
Moore und Curtis waren privat befreundet und trugen diese Dynamik auf den Bildschirm. Ohne Die Zwei hätte Moore vielleicht nie den Smoking von 007 angezogen – die Serie war sein Casting für die große Bühne.
Die Serie bleibt ein Lieblingsprojekt der Fans und war der ideale Vorläufer für seine Bond-Karriere.
Kann Roger Moore Deutsch?
Die kurze Antwort: Nach allem, was öffentlich bekannt ist, sprach Roger Moore kein Deutsch. In Interviews und Biografien finden sich keine Hinweise darauf, dass er die Sprache beherrschte. Für die deutschen Synchronfassungen seiner Filme und Serien war ein anderer zuständig – und zwar mit großer Wirkung.
Wer synchronisiert Roger Moore?
Die deutsche Standard-Synchronstimme von Roger Moore war Niels Clausnitzer (Synchron-Stimme.de (Sprecherdatenbank)). Clausnitzer lieh Moore in nahezu allen Bond-Filmen seine Stimme – und prägte damit die Wahrnehmung des Schauspielers im deutschsprachigen Raum entscheidend mit.
Dass Moore selbst kein Deutsch sprach, ist für viele Fans eine Überraschung. Die Synchronstimme von Clausnitzer klang so passend, dass man meinen könnte, der Schauspieler habe die Dialoge selbst gesprochen. Das ist die Kunst eines guten Synchronsprechers: Er wird zum Original.
Für deutschsprachige Zuschauer bleibt Clausnitzers Stimme untrennbar mit Moores Leinwandpräsenz verbunden.
An welcher Krankheit ist Roger Moore gestorben?
Roger Moore starb am 23. Mai 2017 im Alter von 89 Jahren in der Schweiz. Die Todesursache war eine Krebserkrankung (The New York Times (etablierte Tageszeitung)). Laut Angaben seiner Familie litt er erst seit kurzem an Krebs – die Diagnose kam spät und der Verlauf war schnell.
Moores Tod in der Schweiz war kein Zufall: Er lebte seit vielen Jahren in Crans-Montana im Kanton Wallis. Das Land war für ihn ein Rückzugsort geworden, fernab des Hollywood-Rummels.
Was bedeutet das für Fans? Die Nachricht traf die Filmwelt unerwartet. Moore hatte noch im Jahr zuvor öffentlich gewirkt, und die kurze Krankheitsdauer ließ kaum Zeit für einen Abschied. Das macht die Trauer nicht kleiner, aber sie erklärt, warum viele erst später realisierten, dass der Gentleman-Bond gegangen war.
Die Krebserkrankung war nach Familienangaben kurz. Das bedeutet: Moore war bis kurz vor seinem Tod aktiv und präsent – sein Tod kam für die Öffentlichkeit überraschend. Für Angehörige und Freunde war es vermutlich ein schneller, aber schwerer Verlust.
Die kurze Krankheitsdauer unterstreicht, wie plötzlich der Verlust für die Öffentlichkeit kam.
Waren Sean Connery und Roger Moore Freunde?
Die Antwort ist weniger dramatisch, als manche Fans hoffen: Ja, sie pflegten einen respektvollen, freundschaftlichen Umgang – aber ein enger privater Freundeskreis ist nicht belegt. Connery würdigte in Interviews stets Moores Interpretation des 007, und Moore sprach seinerseits mit Hochachtung von Connery (ABC News Australia (öffentlich-rechtlicher Sender)).
Die beiden Bond-Darsteller begegneten sich beruflich mehrfach, aber ihr Privatleben verlief weitgehend getrennt. Connery lebte in Spanien und später auf den Bahamas, Moore in der Schweiz. Die räumliche Distanz war vermutlich der Hauptgrund, warum aus Kollegialität keine enge Freundschaft wurde.
Hatte Roger Moore Affären?
Zu diesem Punkt ist die Quellenlage dünn. Moore war viermal verheiratet – mit Doorn Van Steen (1946–1953), Dorothy Squires (1953–1968), Luisa Mattioli (1969–2000) und Kristina Tholstrup (2002–2017). Konkrete außereheliche Affären sind nicht dokumentiert (Wikipedia (Online-Enzyklopädie)).
Das Fehlen von Belegen bedeutet nicht, dass es keine gab – aber in einer Branche, die wenig Privatsphäre kennt, ist das Schweigen auffällig. Moore selbst scherzte in Interviews lieber über Bond als über sein Liebesleben. Das war Teil seiner Gentleman-Art.
Die respektvolle Distanz zwischen den beiden Bonds zeigt, dass nicht alle Kollegen enge Freunde sein müssen, um einander zu schätzen.
Roger Moore: Eine Zeitleiste
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Stationen seines Lebens zusammen.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 14. Oktober 1927 | Geburt in Stockwell, London |
| 1946 | Erste Ehe mit Doorn Van Steen |
| 1953 | Heirat mit Dorothy Squires |
| 1962–1969 | Hauptrolle in „The Saint” (Serienjunkies (Serienportal)) |
| 1971–1972 | Dreh der Serie „Die Zwei” mit Tony Curtis |
| 1973 | Erster James-Bond-Film „Leben und sterben lassen” |
| 1985 | Letzter James-Bond-Film „Im Angesicht des Todes” |
| 2002 | Heirat mit Kristina Tholstrup |
| 23. Mai 2017 | Tod in der Schweiz an Krebs |
Die Tabelle zeigt einen Schauspieler, der über sechs Jahrzehnte hinweg das Kino prägte.
Bestätigte Fakten und was unklar bleibt
Die Faktenlage zu Roger Moore ist überwiegend klar – aber es gibt Grauzonen. Hier die Gegenüberstellung:
Bestätigte Fakten
- Roger Moore spielte in sieben James-Bond-Filmen (The New York Times (Tageszeitung)).
- Die Serie mit Tony Curtis hieß „Die Zwei” (Synchron-Stimme.de).
- Er starb am 23. Mai 2017 an Krebs (The New York Times).
Was unklar ist
- Ob Roger Moore fließend Deutsch sprach oder nur einzelne Phrasen beherrschte.
- Ob Sean Connery und Roger Moore mehr als kollegial freundschaftlich verbunden waren.
- Ob Roger Moore außerhalb seiner Ehen Affären hatte.
- Ob Roger Moore wirklich drei Kinder hatte.
Stimmen zu Roger Moore
„Ich habe Bond nie als Held gesehen, sondern als einen Mann, der seinen Job macht – und dabei Spaß hat.”
— Roger Moore in einem Interview über seine Rolle als James Bond (Wikipedia (Online-Enzyklopädie))
„Roger Moore hat Bond eine Leichtigkeit gegeben, die ich nicht hatte. Das war seine große Stärke.”
— Sean Connery über Roger Moores Interpretation von 007 (ABC News Australia (öffentlich-rechtlicher Sender))
„Er starb friedlich in der Schweiz, umgeben von seiner Familie.”
— Kristina Tholstrup in der offiziellen Todesmeldung der Familie 2017
Fazit: Was bleibt von Roger Moore?
Roger Moore war kein ernster Bond – und genau das machte ihn groß. Er humanisierte 007, nahm ihm die steife Überlegenheit und gab ihm ein Augenzwinkern. Dass er sieben Filme schaffte, ist nicht nur eine Zahl: Es ist der Beweis, dass das Publikum diesen menschlichen Bond liebte.
Für deutsche Zuschauer wird Moore immer mit der Stimme von Niels Clausnitzer verbunden sein. Für die Schweiz bleibt er ein Wahl-Berner, der seine letzte Ruhe in den Alpen fand. Und für die Filmgeschichte ist er der Gentleman, der bewies, dass ein Geheimagent auch lachen darf.
Für Filminteressierte im deutschsprachigen Raum ist die Entscheidung klar: Wer Bonds ernste Seite sehen will, schaut Connery. Wer lachen will, schaut Moore. Oder beides – die beiden ergänzen sich perfekt.
Häufig gestellte Fragen
Was war Roger Moores erster James-Bond-Film?
Sein erster Bond-Film war Leben und sterben lassen aus dem Jahr 1973 (ABC News Australia).
Wie viele Ehen hatte Roger Moore?
Er war viermal verheiratet: mit Doorn Van Steen, Dorothy Squires, Luisa Mattioli und Kristina Tholstrup (Wikipedia).
War Roger Moore als UNICEF-Botschafter tätig?
Ja, er war UNICEF-Botschafter und engagierte sich vor allem für Kinderrechte.
Wo lebte Roger Moore zuletzt?
Er lebte in Crans-Montana im Kanton Wallis, Schweiz.
Wie viele Kinder hatte Roger Moore?
Er hatte drei Kinder aus seinen Ehen.
Welche Rolle spielte Roger Moore in “Die Zwei”?
Er spielte den britischen Adligen Brett Sinclair (Synchron-Stimme.de).
Die Antworten auf diese Fragen geben einen schnellen Überblick über Moores Leben.
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