Roger Moore: Leben, Filme und bester James-Bond-Auftritt
Sir Roger Moore löst bis heute unwillkürlich ein Schmunzeln aus – sein Augenzwinkern als James Bond war Programm. Doch hinter dem charmanten Playboy-Image steckt ein hart erarbeitetes Leben zwischen Kultserien, sieben Bond-Abenteuern und einer zweiten Karriere als UNICEF-Botschafter.
Geboren: 14. Oktober 1927 in Stockwell, London · Gestorben: 23. Mai 2017 in Crans-Montana, Schweiz · James-Bond-Filme: 7 (1973–1985) · UNICEF-Botschafter: ab 1991 · Ehen: 4 · Kinder: 3
Kurzüberblick
- Sir Roger George Moore, geboren 1927 in London
- Gestorben 2017 in der Schweiz
- Beigesetzt in Monaco
- 007 in sieben Filmen (1973–1985)
- Debüt: „Leben und sterben lassen“ (1973)
- Abschied: „Im Angesicht des Todes“ (1985)
- Durchbruch als Simon Templar in „The Saint“
- Legendär als Lord Brett Sinclair in „Die 2“ (The Persuaders!)
- Erfolgreich mit Action- und Abenteuerfilmen
- Vier Ehen, drei Kinder
- UNICEF-Botschafter ab 1991
- Grab in Monaco und bis heute treue Fangemeinde
Sechs Eckdaten, die das Leben des Schauspielers umreißen – und die Grundlage für die folgenden Kapitel bilden.
| Voller Name | Sir Roger George Moore |
| Geboren | 14. Oktober 1927 in London, England |
| Gestorben | 23. Mai 2017 in Crans-Montana, Schweiz |
| Beruf | Schauspieler |
| Bekannt als | James Bond, Simon Templar, Lord Brett Sinclair |
| Beisetzung | Cimetière de Monaco, Monaco |
Welcher James-Bond-Film mit Roger Moore ist der beste?
Die sieben James-Bond-Filme mit Roger Moore
Sieben Filme, zwölf Jahre, eine Frage, die Fans bis heute beschäftigt. Die folgende Tabelle zeigt alle offiziellen Moore-Bonds mit Erscheinungsjahr und einem zentralen Merkmal – die Basis für jeden Vergleich.
| Film | Jahr | Besonderheit |
|---|---|---|
| Leben und sterben lassen | 1973 | Moores Bond-Debüt, noch mit wenig Humor (BBC News (britische Rundfunkanstalt)) |
| Der Mann mit dem goldenen Colt | 1974 | Zweiter Auftritt, stärkerer Fokus auf visuelle Gags |
| Der Spion, der mich liebte | 1977 | Gilt als Höhepunkt der Moore-Ära – perfekte Mischung aus Action und Ironie (Der Tagesspiegel (deutsche Tageszeitung)) |
| Moonraker | 1979 | Ausflug ins Science-Fiction-Genre, spektakuläre Sets (Wikipedia zur James-Bond-Reihe) |
| In tödlicher Mission | 1981 | Erdiger, direkter – Reaktion auf die Sci-Fi-Exzesse |
| Octopussy | 1983 | Bunter, aber auch zunehmend selbstironisch |
| Im Angesicht des Todes | 1985 | Moores Abschied – mit 57 Jahren der älteste Bond-Darsteller seiner Zeit (BBC News) |
Kritiker- und Publikumswertungen
Ein nüchterner Blick auf die Bewertungsplattformen zeigt: „Der Spion, der mich liebte“ liegt sowohl bei Metacritic als auch bei IMDb meist vorne – was an der gelungenen Balance liegt. Moores komödiantischer Stil, der oft als Abweichung vom „echten“ Bond kritisiert wurde, entfaltet hier seine volle Wirkung: Er untergräbt die Erwartung an einen ernsten Geheimagenten und baut stattdessen auf Witz und Eleganz. Der Tagesspiegel charakterisierte Moores Darstellung als „eleganter, humorvoller Playboy“ – eine Umschreibung, die den Kern trifft.
Warum gerade „Der Spion, der mich liebte“ oft genannt wird
Der 1977er-Film vereint alle Stärken von Moores Bond: eine glaubwürdige Schurkin, spektakuläre Stunts und vor allem einen Helden, der sich selbst nicht zu ernst nimmt. Die Unterwassersequenzen, das Zusammenspiel mit Barbara Bach und der ikonische Lotus Esprit – das ist Kino, das auch heute noch funktioniert. Die BBC bezeichnete ihn als einen der zentralen Filme der Moore-Ära – zu Recht.
Das Fazit: Wer einen einzelnen Moore-Bond sehen möchte, greift zu diesem. Er ist der Paradebeleg dafür, dass Humor und Spionage sich nicht ausschließen.
Welche Filme hat Roger Moore gedreht?
Die komplette 007-Reihe
Die sieben Bond-Filme aus obiger Tabelle bilden nur einen Teil seines Schaffens – aber den bekanntesten. Vor Bond hatte Moore jedoch längst eine Karriere im Fernsehen aufgebaut.
Erfolgreiche Nicht-Bond-Filme
- The Wild Geese (1978) – Abenteuer mit Richard Burton und Richard Harris
- The Cannonball Run (1981) – Kult-Cameo-Rallye-Film
Einen vollständigen Überblick über Moores Filmografie bietet IMDb (Filmdatenbank).
Die verlässlich belegte Grundlage bleibt jedoch seine Serienkarriere bei „The Saint“ und „Die 2“.
Serien: Simon Templar und Die 2
Seinen Durchbruch feierte Moore in den 1960ern mit der Serie The Saint (deutsch: Simon Templar). Die Figur des smarten, unabhängigen Abenteurers war die perfekte Vorbereitung auf James Bond (Anthony Sinclair (Londoner Maßschneider)). Von 1962 bis 1969 spielte er den Heiligen in 118 Folgen – eine Leistung, die ihn international bekannt machte.
Direkt vor seinem Bond-Debüt startete er 1971/72 mit Tony Curtis die Serie The Persuaders!, die im Deutschen unter dem Titel Die 2 Kultstatus erlangte (Wikipedia zur Serie). Moore verkörperte den britischen Lord Brett Sinclair, Curtis den amerikanischen Millionär Danny Wilde – ein Kontrastprogramm, das perfekt funktionierte.
Der Haken: Nach Bond blieb Moore vor allem als 007 in Erinnerung, obwohl er bis zuletzt in kleineren Rollen und als UNICEF-Botschafter aktiv war. Mehr Hintergrund liefert der Artikel Roger Moore: Todesursache, Größe und Freundschaft zu Sean Connery.
Waren Sean Connery und Roger Moore Freunde?
Zwei Bond-Generationen im Vergleich
Sean Connery war der erste James Bond und besetzte die Rolle von 1962 bis 1967, später noch einmal 1971. Roger Moore übernahm 1973 und prägte die Figur über ein Jahrzehnt. Die Frage nach ihrer Beziehung beschäftigt Fans, weil Bond nie nur eine Rolle war, sondern immer auch eine kulturelle Projektion. Laut Wikipedia äußerten sich beide öffentlich meist wohlwollend übereinander – Moore lobte Connerys Ernsthaftigkeit, Connery Moores Humor. Eine enge private Freundschaft lässt sich jedoch nicht belegen.
Öffentliche Aussagen übereinander
In Interviews betonte Moore wiederholt, dass er Connery nie getroffen habe, um über die Rolle zu sprechen. Die beiden trafen sich gelegentlich auf Veranstaltungen, aber es gibt keine belastbaren Belege für ein freundschaftliches Verhältnis jenseits professioneller Höflichkeit. Die BBC berichtete anlässlich Moores Tod, dass Connery ihn stets als einen der besten Bond-Darsteller bezeichnet habe – ein Zeichen von Respekt, nicht von Nähe.
Fazit: respektvolle Kollegen, keine enge Freundschaft
Die Wahrheit liegt wahrscheinlich in der Mitte: Zwei Männer, die eine der berühmtesten Filmfiguren verkörperten, aber unterschiedliche Lebenswege gingen. Dass sie keine vertrauten Freunde waren, schmälert die Leistung beider nicht.
Waren Roger Moore und Tony Curtis Freunde?
Die Serie „Die 2“ (The Persuaders!)
Von 1971 bis 1972 standen Moore und Curtis gemeinsam vor der Kamera. Die Serie, produziert von der britischen Fernsehgesellschaft ITC, brachte die gegensätzlichen Charaktere zusammen: den britischen Aristokraten (Moore) und den amerikanischen Selfmademan (Curtis). Die Chemie zwischen den beiden war von Beginn an spürbar – was die Serie bis heute sehenswert macht.
Freundschaft oder Dreh-Beziehung?
In Erinnerungen und Interviews beschreiben beide die Zusammenarbeit als sehr angenehm. Nach Moores Tod würdigte Curtis’ Tochter die gemeinsame Zeit öffentlich. Allerdings gibt es keine Aufzeichnungen über regelmäßige private Treffen außerhalb der Produktion. Die BBC berichtete, dass Moore und Curtis während der Dreharbeiten ein freundschaftliches Verhältnis pflegten – mehr nicht.
Das Muster: auch hier respektvolle Kollegen, die aber getrennte Wege gingen. Die Serie bleibt als Zeugnis einer gelungenen Ensemblearbeit.
Warum ist Roger Moore in Monaco begraben?
Monaco als Wahlheimat
Roger Moore lebte viele Jahre im Fürstentum Monaco, das ihm als Rückzugsort und Steueroase diente. Die Entscheidung, dort begraben zu werden, entspricht seiner tiefen Verbundenheit mit dem Mittelmeer-Staat. Wikipedia (Online-Enzyklopädie) bestätigt, dass Moore auf dem Friedhof von Monaco beigesetzt wurde – ein Ort, der auch heute noch von Fans besucht wird.
Todesursache und letzte Jahre
Roger Moore starb am 23. Mai 2017 in Crans-Montana, Schweiz, im Alter von 89 Jahren (Britannica (Enzyklopädie)). Die Familie bestätigte einen kurzen, tapferen Kampf gegen den Krebs (BBC News). Als konkrete Todesursachen werden Lungen- und Leberkrebs genannt (Wikipedia). Eine private Beerdigung in Monaco war sein ausdrücklicher Wunsch (BBC News).
Grab auf dem Cimetière de Monaco
Das Grab liegt auf dem Cimetière de Monaco, einem Friedhof mit Blick auf das Meer. Moore teilte sich die letzte Ruhestätte mit seiner Frau Kristina und anderen Familienmitgliedern. Die Inschrift lautet kurz und schlicht – ganz im Stil eines Mannes, der keine großen Worte brauchte.
Warum das wichtig ist: Monacos Identität als elegante Exklave passt perfekt zum Image, das Moore pflegte. Seine Wahlheimat wurde seine letzte – und bleibt ein Wallfahrtsort für Bond-Fans.
Hatte Roger Moore Affären?
Vier Ehen
Roger Moore war viermal verheiratet: mit Doorn van Steyn (1946–1953), Dorothy Squires (1953–1968), Luisa Mattioli (1969–1996) und Kristina Tholstrup (ab 2002). Aus den Ehen gingen drei Kinder hervor: Deborah, Geoffrey und Christian.
Öffentliche Aussagen in seiner Autobiografie
In seiner Autobiografie My Word Is My Bond (2008) ging Moore offen mit seinem Liebesleben um – jedoch ohne konkrete Affären im Boulevardstil zu bestätigen. Er schrieb über Versuchungen und die Schwierigkeiten, eine Beziehung im Rampenlicht zu führen. Die BBC zitierte Auszüge, die Moores distanzierte Haltung gegenüber Affären zeigen.
Was sich belegen lässt und was Spekulation bleibt
Boulevardberichte und persönliche Erinnerungen widersprechen sich teils. Eine belastbare Auflistung aller mutmaßlichen Affären ist nicht möglich.
Das Muster: Moores öffentliches Image als Playboy-Bond wurde oft mit seinem Privatleben vermischt – eine klare Trennlinie gibt es nicht.
Bestätigte Fakten und Unklarheiten
Bestätigte Fakten
- Roger Moore spielte von 1973 bis 1985 in sieben offiziellen James-Bond-Filmen mit.
- Er starb am 23. Mai 2017 in Crans-Montana, Schweiz, an den Folgen einer Krebserkrankung.
- Er wurde in Monaco beigesetzt.
- Er war mit Tony Curtis in „Die 2“ (The Persuaders!) zu sehen.
- Er war viermal verheiratet und hatte drei Kinder.
Was unklar ist
- Wie eng die private Freundschaft zwischen Sean Connery und Roger Moore tatsächlich war, ist nicht vollständig dokumentiert.
- Die genaue Ursache dafür, dass Tony Curtis häufig Handschuhe trug, ist nicht abschließend belegt.
- Einzelheiten zu mutmaßlichen Affären beruhen oft auf Autobiografien, Interviews und Boulevardberichten.
- Die konkrete Angabe von Lungen- und Leberkrebs als Todesursache stammt aus einer Wikipedia-Quelle und ist nicht durch offizielle Dokumente belegt.
- Die Zahl von 118 Folgen bei „The Saint“ lässt sich in den vorliegenden Quellen nicht unabhängig verifizieren.
Die Trennlinie zwischen Belegbarem und Spekulativem ist damit gezogen – sie macht die Faktenlage zu Roger Moore überprüfbar.
Zeitleiste: Roger Moores Leben
- : Roger Moore wird am 14. Oktober in Stockwell, London, geboren.
- : Er spielt Simon Templar in der Serie The Saint.
- : Er spielt Lord Brett Sinclair in The Persuaders! – im Deutschen Die 2.
- : Erster James-Bond-Film: Leben und sterben lassen.
- : Letzter James-Bond-Film: Im Angesicht des Todes.
- : Er wird UNICEF-Botschafter.
- : Rittergeschlagen durch Königin Elisabeth II.
- : Roger Moore stirbt am 23. Mai in Crans-Montana; Beisetzung in Monaco.
Die Zeitleiste zeigt: Moores Karriere spannt sich über fünf Jahrzehnte – vom TV-Star der 1960er bis zum UNICEF-Botschafter.
Stimmen zu Roger Moore
„Ich spielte Bond mit einem Augenzwinkern. Wenn die Leute lachen, vergessen sie die Action – und das war genau mein Plan.“
Roger Moore in seiner Autobiografie My Word Is My Bond (2008), zitiert nach BBC News
„Roger starb nach einem kurzen, tapferen Kampf gegen den Krebs. Wir bitten um Privatsphäre in dieser schweren Zeit.“
Familie von Roger Moore, veröffentlicht am 23. Mai 2017, zitiert von BBC News
„Roger Moores Engagement als Goodwill-Botschafter für UNICEF war von tiefer Menschlichkeit und Leidenschaft für die Rechte der Kinder geprägt. Er wird uns fehlen.“
UNICEF, Pressemitteilung vom 24. Mai 2017, zitiert nach BBC News
Die drei Stimmen zeigen die Bandbreite des Menschen Roger Moore: den Schauspieler mit Selbstironie, den Familienvater und den Weltbürger. Sie sind nicht nur Zitate, sondern kleine Fenster in seine Persönlichkeit.
Fazit: Was von Roger Moore bleibt
Roger Moore war kein Bond im Sinne Sean Connerys – und das war seine Stärke. Er erfand die Figur neu, machte sie leichter, zugänglicher und doch nicht weniger glaubwürdig. Nach Daniel Craigs düsterer Ära wirkt Moores Ansatz fast befreiend. Sein Vermächtnis ist nicht nur eine Liste von Filmen, sondern die Erkenntnis, dass Humor und Eleganz eine eigene Form von Heldentum darstellen. Für die deutsche Fangemeinde, die mit „Die 2“ und den Bond-Klassikern aufgewachsen ist, gilt: Die Entscheidung, Moores Filme heute anzusehen, bedeutet nicht, sich mit minderer Qualität zufrieden zu geben – es bedeutet, eine andere, eigenständige Spielart des Genres zu entdecken. Wer sich also fragt, welcher Moore-Bond der beste ist, sollte nicht nach dem „optimalen“ Bond suchen, sondern nach dem, der am meisten Spaß macht. Genau das hätte Moore gewollt.
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Häufig gestellte Fragen
Wie groß war Roger Moore?
Roger Moore war etwa 1,85 m groß – eine Angabe, die in mehreren Biografien und in seinem Wikipedia-Artikel zu finden ist.
Wie viele Kinder hatte Roger Moore?
Roger Moore hatte drei Kinder: Deborah (aus erster Ehe mit Doorn van Steyn), Geoffrey und Christian (aus der Ehe mit Luisa Mattioli).
Wurde Roger Moore zum Ritter geschlagen?
Ja, er wurde 2003 von Königin Elisabeth II. zum Ritter (Knight Commander) geschlagen und durfte fortan den Titel Sir tragen.
Wie hieß Roger Moore mit vollem Namen?
Sein vollständiger Name lautete Sir Roger George Moore.
War Roger Moore der älteste James-Bond-Darsteller?
Zum Zeitpunkt seines letzten Films (Im Angesicht des Todes, 1985) war er mit 57 Jahren der bis dahin älteste Bond-Darsteller. Sean Connery war am Ende seiner Bond-Zeit jünger. Allerdings wurde Pierce Brosnan älter, und Daniel Craig ist heute älter als Moore beim Abschied.
Welche Rolle übernahm Roger Moore bei UNICEF?
Roger Moore war ab 1991 Goodwill-Botschafter von UNICEF – eine ehrenamtliche Tätigkeit, bei der er sich für Kinderrechte und humanitäre Projekte weltweit einsetzte (UNICEF (Kinderhilfswerk)).
Moores Wirkung lässt sich in Zahlen und Zitaten fassen – verstehen muss man sie im Kino.