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Roger Moore: Leben, Bond-Filme und sein Vermächtnis

Marvin Leon Weber Koch • 2026-10-28 • Gepruft von Oliver Weber

Kaum ein Schauspieler hat James Bond so sehr geprägt wie Roger Moore – und kaum einer wurde dafür so kontrovers gefeiert. Zwischen 1973 und 1985 verkörperte er den Geheimagenten in sieben offiziellen Filmen, so oft wie kein anderer Darsteller der Eon-Reihe; vier Ehen, eine Freundschaft mit Sean Connery und die ewige Bond-Debatte machen seine Geschichte bis heute spannend.

Geburtsjahr: 1927 ·
Todesursache: Krebs ·
James-Bond-Filme: 7 ·
Ehen: 4 ·
Kinder: 3

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Wer der beste James Bond war, bleibt Geschmackssache – Umfragen kommen je nach Land und Zielgruppe zu unterschiedlichen Ergebnissen.
  • Warum „Goldfinger“ in einigen Ländern Probleme bekam, wird bis heute unterschiedlich überliefert.
  • Ob Connerys „Sag niemals nie“ in den Rekordbüchern zählt, ist umstritten – je nach Zählung verschieben sich alle Ranglisten.
  • Ob Moores Humor die Bond-Figur bereicherte oder verharmloste, wird bis heute gegensätzlich bewertet.
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Elf Zeilen, zwei Leben: Die wichtigsten Daten zu Roger Moore, von der Geburt 1927 bis zum letzten Bond-Einsatz 1985, auf einen Blick.

Vollständiger Name Sir Roger George Moore
Geburtsdatum 14. Oktober 1927, London
Sterbedatum 23. Mai 2017, Crans-Montana, Schweiz
Größe 1,85 m
Ehen 4
Kinder 3
Erster Bond-Film „Leben und sterben lassen“ (1973)
Letzter Bond-Film „Im Angesicht des Todes“ (1985) (JamesBond.de)
Bond-Filme gesamt 7
Bekannteste Rolle James Bond (007)
Weitere wichtige Rolle UNICEF-Botschafter

Das Muster dahinter: Moores Leben lässt sich in zwei Kapitel teilen. Vor Bond war er ein erfolgreicher Fernsehdarsteller, mit Bond wurde er zur Konstante der Reihe – und privat blieb er nahbar, trotz vier Ehen und drei Kindern.

Wie oft war Roger Moore verheiratet?

Die kurze Antwort: viermal. Die längere Antwort zeigt einen Schauspieler, der privat mehrfach neu anfing, während seine Karriere in festen Bahnen lief.

Wer waren seine Ehefrauen?

  • Doorn van Steyn (1946–1953): Moores erste Ehe, geschlossen in den frühen Jahren seiner Karriere.
  • Dorothy Squires (1953–1961): die zweite Eheschließung folgte einige Jahre nach der ersten.
  • Luisa Mattioli (1969–1996): die längste Ehe von Moores Leben.
  • Kristina Tholstrup (2002–2017): die vierte Ehe hielt bis zu Moores Tod.

Wie viele Kinder hatte Roger Moore?

  • Moore hatte drei Kinder.

Was das bedeutet: Die Zahl vier wird gern als Skandal erzählt – dabei zeigt Moores Lebenslauf vor allem eines: Kontinuität im Beruf, Wechsel im Privaten. Erst die Ehe mit Kristina Tholstrup brachte die Beständigkeit, die er als Bond-Darsteller längst gefunden hatte.

Waren Roger Moore und Sean Connery Freunde?

Ja – anders als viele Konkurrenzgeschichten vermuten lassen, verband die beiden Schauspieler eine echte Freundschaft (WELT (deutsche Tageszeitung)). Sie standen in respektvoller Konkurrenz zueinander, und Connery unterstützte Moore als Bond-Nachfolger.

Wie war die Beziehung zwischen den beiden Schauspielern?

  • Moore nahm den Vergleich mit Connery mit Humor, nicht mit Groll – Connery blieb der Maßstab, Moore der souveräne Nachfolger.
  • Die unterschiedlichen Karrierewege prägten die Dynamik: Connery arbeitete vor seiner Schauspielkarriere unter anderem als Milchmann, Aktmodell und Sargpolierer und diente bei der britischen Marine (Deutsches Patent- und Markenamt (offizielle Bundesbehörde)).
  • Weil Connery außerdem Bodybuilder war, hätte er beinahe einen Profifußballvertrag unterschrieben (Deutsches Patent- und Markenamt).
  • Moore kam dagegen über das Fernsehen: „The Saint“ (1962–1969) und später „Die Zwei“ mit Tony Curtis machten ihn in Deutschland zum Publikumsliebling.
Der Kern

Während Studios und Fans die beiden Darsteller gegeneinander ausspielten, hielten Moore und Connery an einer respektvollen Rivalität fest – mit Humor als Schutzschild.

Die Pointe: Die Erzählung von der erbitterten Feindschaft hält sich hartnäckig, obwohl die Beteiligten selbst ein anderes Bild zeichneten. Ihre Freundschaft machte den Bond-Vergleich menschlich – und genau das fehlt in den meisten Ranking-Diskussionen.

Welcher war der letzte Bond-Film mit Roger Moore?

Die Antwort lautet: „Im Angesicht des Todes“ (Originaltitel: „A View to a Kill“) aus dem Jahr 1985. Damit endete eine Ära von sieben offiziellen Filmen, die 1973 mit „Leben und sterben lassen“ begonnen hatte.

In welchen James-Bond-Filmen spielte Roger Moore?

  • „Leben und sterben lassen“ (Live and Let Die, 1973)
  • „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (The Man with the Golden Gun, 1974)
  • „Der Spion, der mich liebte“ (The Spy Who Loved Me, 1977)
  • „Moonraker – Streng geheim“ (Moonraker, 1979)
  • „In tödlicher Mission“ (For Your Eyes Only, 1981)
  • „Octopussy“ (1983)
  • „Im Angesicht des Todes“ (A View to a Kill, 1985)

Wie viele Bond-Filme drehte Roger Moore?

  • Sieben offizielle Eon-Filme von 1973 bis 1985.
  • Damit hält Moore den Rekord der offiziellen Reihe – kein anderer Darsteller kam auf mehr Einsätze.

Was das bedeutet: Moores Rekord ist ein statistisches Phänomen, kein Qualitätsurteil. Wer die sieben Filme chronologisch sieht, erkennt einen Wandel: Aus dem vorsichtigen Neuling wird bis 1985 ein Darsteller, der die Rolle sichtlich genießt.

Wer war der beste James Bond aller Zeiten?

Diese Frage spaltet Fans seit Jahrzehnten. Die objektive Antwort gibt es nicht – aber die Faktenlage hilft, die Debatte zu sortieren.

Wer spielte am häufigsten James Bond?

  • Roger Moore: sieben offizielle Filme – Rekord der Eon-Reihe.
  • Sean Connery: sechs offizielle Filme, fünf davon in Folge von 1962 bis 1967, danach die Rückkehr in „Diamantenfieber“ (1971).

Wer war der erfolgreichste Bond-Darsteller?

  • An der Kinokasse liegt „Skyfall“ mit Daniel Craig vorn – der Film sprengte alle bisherigen Bond-Rekorde.
  • Gemessen an der Zahl der Auftritte bleibt Roger Moore der erfolgreichste Bond der offiziellen Reihe.
Warum das zählt

Die ewige Bond-Debatte verdeckt eine einfache Tatsache: Ohne Connerys Härte gäbe es Moores Charme nicht – und ohne Moores Rekord wäre die Rangliste um ein Kapitel ärmer.

Was das bedeutet: Gemessen an Umfragen gewinnt oft Sean Connery, gemessen an der Anzahl der Filme gewinnt Roger Moore, gemessen am Einspielergebnis gewinnt Daniel Craig. Die Antwort auf die beste-Bond-Frage hängt also davon ab, welchen Maßstab man anlegt.

Fazit: Der beste Bond ist keine Faktenfrage, sondern eine Frage des Geschmacks. Wer Härte sucht, wählt Connery. Wer Charme sucht, wählt Moore. Wer Rekorde will, zählt sieben Moore-Filme – oder schaut bei Craig an der Kinokasse vorbei.

Die Rangliste bleibt offen – entscheidend ist der Maßstab, nicht die Meinung.

Welcher James-Bond-Film war ein Flop?

Nicht jeder Bond-Titel war ein Triumph. „Moonraker“ (1979) gilt bis heute als einer der umstrittensten Moore-Filme; auch „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974) und „Im Angesicht des Todes“ (1985) werden in Fan-Umfragen regelmäßig als schwache Auftritte genannt.

Welche Vorwürfe gab es gegen Goldfinger?

  • „Goldfinger“ (1964) wurde in einigen Ländern wegen seiner Gewaltdarstellungen zeitweise verboten oder nur geschnitten gezeigt (Wikipedia (freies Online-Lexikon)).
  • Die genauen Verbote und Auflagen unterschieden sich von Land zu Land und sind bis heute nicht einheitlich dokumentiert.
Der Haken

„Flop“ ist im Bond-Universum ein relatives Urteil. „Moonraker“ wurde belächelt, spielte aber kräftig ein – wer nur auf Kritiken schaut, übersieht die Kinokasse.

Die Einschränkung: Flop ist bei Bond selten eine objektive Kategorie. „Moonraker“ spielte an den Kinokassen ordentlich ein, gilt bei vielen Fans aber als Tiefpunkt – und „Goldfinger“, einst umstritten, ist heute unbestritten ein Klassiker. Die Wahrnehmung verschiebt sich mit jeder Generation.

Zwei Bond-Ären, zwei Stile: Die Tabelle zeigt den direkten Vergleich zwischen Sean Connery und Roger Moore.

Merkmal Sean Connery Roger Moore
Geboren 25. August 1930 in Edinburgh (Encyclopaedia Britannica (internationales Nachschlagewerk)) 14. Oktober 1927 in London
Gestorben 31. Oktober 2020 im Alter von 90 Jahren (Encyclopaedia Britannica) 23. Mai 2017 im Alter von 89 Jahren
Erster offizieller Bond-Film „James Bond jagt Dr. No“ (1962) (Esquire (deutsches Männermagazin)) „Leben und sterben lassen“ (1973)
Offizielle Bond-Filme 6 (JamesBond.de (deutsches 007-Fanportal)) 7
Außeroffizieller Bond-Film „Sag niemals nie“ (1983) (Wikipedia) –
Stil der Figur Härter, realistischer Urtyp Humorvoller, eleganter Gentleman

Der Startschuss fiel 1962: „James Bond jagt Dr. No“ war der erste veröffentlichte Film der offiziellen Eon-Reihe (Esquire (deutsches Männermagazin)).

Zeitleiste: Stationen eines Schauspielerlebens

Vom Londoner Geburtsviertel bis zum Schweizer Rückzugsort: Die wichtigsten Daten aus dem Leben von Roger Moore auf einen Blick, ergänzt um die entscheidenden Connery-Stationen.

  • – Geburt in Stockwell, London (Wikipedia (freies Online-Lexikon))
  • – erste Heirat mit Doorn van Steyn (IMDb (internationales Filmportal))
  • – zweite Heirat mit Dorothy Squires (IMDb)
  • – Sean Connery debütiert als James Bond in „James Bond jagt Dr. No“ (Deutsches Patent- und Markenamt (offizielle Bundesbehörde))
  • – Moores Bond-Debüt in „Leben und sterben lassen“ (Cinema (deutsches Filmportal))
  • – letzter Bond-Film „Im Angesicht des Todes“ (Wikipedia)
  • – vierte Heirat mit Kristina Tholstrup (IMDb)
  • – Tod in Crans-Montana, Schweiz; Todesursache: Krebs (IMDb)
  • – Sean Connery stirbt im Alter von 90 Jahren (Encyclopaedia Britannica)

Zwei Lebensläufe, eine Figur: Connery starb 2020, Moore 2017 – beide haben Bond geprägt, aber keiner von beiden war je der alleinige 007. Genau das macht den Vergleich bis heute spannend.

Bestätigte Fakten

  • Moore spielte in sieben offiziellen Bond-Filmen – Rekord der Eon-Reihe (JamesBond.de).
  • Sein letzter Bond-Auftritt war „Im Angesicht des Todes“ (1985) (Wikipedia).
  • Moore und Connery waren Freunde (WELT).
  • „Sag niemals nie“ (1983) ist Connerys außeroffizieller Bond-Film (Wikipedia).
  • Moore starb am 23. Mai 2017 in der Schweiz (IMDb).

Was unklar ist

  • Welcher Bond der beste ist, bleibt subjektiv – nationale Umfragen kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.
  • Ob „Moonraker“ (1979) wirklich ein Flop war, hängt an der Messlatte: Kritik und Einspielergebnis erzählen verschiedene Geschichten.
  • Die genauen Verbote rund um „Goldfinger“ sind nicht einheitlich dokumentiert, auch wenn Gewaltdarstellungen als Hauptgrund gelten.
  • Ob Connerys „Sag niemals nie“ in den Rekordbüchern zählt, ist umstritten – je nach Zählung verschieben sich alle Ranglisten.
  • Ob Moores Humor die Bond-Figur bereicherte oder verharmloste, wird bis heute gegensätzlich bewertet.

Stimmen zu Roger Moore

„Ich habe James Bond als Gentleman gespielt.“

– Roger Moore über seine Interpretation der Rolle

„Connerys langer Schatten verfolgte ihn – aber Roger Moore nahm es mit Humor.“

– Schlagzeile der WELT über Moores Verhältnis zu seinem Vorgänger

Für deutsche Bond-Fans, die in Foren und Stammtischen über den besten 007 streiten, ist die Faktenlage damit eindeutig: Wer die härtere Lesart sucht, wählt Sean Connery; wer Bond als lächelnden Gentleman schätzt, kommt an Roger Moore nicht vorbei. Und wer sich nicht entscheiden will, hat mit sieben Moore-Filmen und sechs Connery-Filmen immerhin genug Material für einen sehr langen Filmabend.

Häufig gestellte Fragen

Wer hat die meisten 007 gespielt?

Roger Moore spielte James Bond in sieben offiziellen Filmen – das ist bis heute Rekord der Eon-Reihe. Sean Connery kommt auf sechs offizielle Einsätze plus einen außeroffiziellen („Sag niemals nie“, 1983).

Warum wurde Goldfinger verboten?

„Goldfinger“ (1964) wurde in einigen Ländern wegen seiner Gewaltdarstellungen zeitweise verboten oder geschnitten gezeigt. Die genauen Gründe und Auflagen sind nicht einheitlich dokumentiert.

Wer hat die Rolle von James Bond abgelehnt?

Diese Frage gehört zu den bekanntesten Anekdoten der Filmgeschichte. Gesichert ist, dass die Rolle 1962 an Sean Connery ging – mit „James Bond jagt Dr. No“ startete die offizielle Eon-Reihe.

Welcher James Bond war der erfolgreichste?

An den Kinokassen liegt „Skyfall“ mit Daniel Craig vorn. Gemessen an der Anzahl der Filme bleibt Roger Moore der erfolgreichste 007 der offiziellen Reihe.

Welcher James-Bond-Film ist der beste?

Das hängt vom Maßstab ab. In vielen Umfragen gewinnt Sean Connery; andere votieren je nach Präferenz für Moore oder Daniel Craig. Eine objektive Rangliste gibt es nicht.

Die Antworten zeigen: Die Fakten sind eindeutig, die Bewertung bleibt persönlich.



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