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Kommunalwahl einfach erklärt für Kinder – Demokratie vor Ort

Marvin Leon Weber Koch • 2026-04-04 • Gepruft von Elias Hoffmann

Eine Kommunalwahl ist die Wahl auf der lokalen Ebene. Bürgerinnen und Bürger entscheiden dabei, wer ihre Gemeinde, Stadt oder ihren Landkreis regieren soll. Diese Form der Demokratie findet direkt vor der eigenen Haustür statt.

Anders als bei der Bundestagswahl, bei der über die Politik für ganz Deutschland entschieden wird, geht es hier um Themen aus dem unmittelbaren Lebensumfeld: Schulen, Spielplätze und Straßen in der eigenen Stadt. Die gewählten Vertreter bestimmen, welche Projekte vor Ort umgesetzt werden und wie das Geld der Gemeinde ausgegeben wird.

Kinder können diese Wahlen nicht direkt mitgestalten, da sie noch nicht wahlberechtigt sind. Dennoch betreffen die Entscheidungen auch sie direkt, etwa wenn es um die Ausstattung ihrer Schule oder den Zustand des Lieblingspielplatzes geht.

Was ist eine Kommunalwahl?

Was: Lokale Wahlen für Rathäuser und Kreisverwaltungen
Wann: Alle 4 bis 6 Jahre, immer an einem Sonntag
Wer wählt: Ab 16 oder 18 Jahren, je nach Bundesland
Was wird gewählt: Bürgermeister, Stadträte und Kreistage
  • Es werden Gemeinde- und Stadträte gewählt, die über Bauprojekte, den Haushalt und Satzungen entscheiden.
  • Der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin leitet die Verwaltung der Gemeinde oder Stadt.
  • Auf Kreisebene werden Kreistage und Landräte bestimmt für Aufgaben, die mehrere Gemeinden betreffen.
  • In Großstädten gibt es zusätzlich Bezirksvertretungen für einzelne Stadtbezirke wie in Köln.
  • Auch Bürger aus anderen EU-Staaten dürfen teilnehmen, wenn sie in der Gemeinde wohnen.
Fakt Einfach erklärt
Wahlalter Ab 16 Jahren (in manchen Bundesländern 18)
Turnus Alle 4, 5 oder 6 Jahre (je nach Bundesland)
Wahltag Immer an einem Sonntag
Wer darf wählen Deutsche und EU-Bürger mit 3 Monaten Wohnsitz
Gewählte Gremien Stadträte, Bürgermeister, Kreistage, Bezirksvertretungen
Aufgaben der Gewählten Haushalt festlegen, über Bauprojekte entscheiden, Satzungen verabschieden

Wie läuft eine Kommunalwahl ab?

Der Ablauf einer Kommunalwahl folgt festen Regeln, die für alle Bürger gleich gelten. Am Wahltag öffnen die Wahllokale und die Stimmabgabe beginnt.

Der Weg zur Wahlurne

Die Wähler gehen in ein Wahllokal und erhalten dort die Stimmzettel. Oben auf jedem Zettel steht, wie viele Stimmen vergeben werden können. Bei drei Stimmen sind bis zu drei Kreuze erlaubt. Nach dem Ausfüllen werden die Stimmzettel einzeln gefaltet, damit niemand sehen kann, wen man gewählt hat. Anschließend wirft man die gefalteten Zettel in die Wahlurne. Nach Angaben von Hanisauland schließen die Wahllokale um 18 Uhr, danach beginnt die Auszählung.

Wie kommen Kandidaten in den Rat?

Es gibt zwei Wege, ins Rathaus zu kommen. Laut der CDU-Deutschland werden Kandidaten, die in ihrem Wahlbezirk die meisten Stimmen erhalten, direkt gewählt. Dieser Sitz ist dann sicher, egal wie die Partei insgesamt abschneidet. Die restlichen Sitze werden nach dem Stimmenanteil der Parteien im ganzen Gebiet verteilt, wobei die Reihenfolge auf der Parteiliste entscheidet.

So bleibt die Wahl geheim

Das Falten des Stimmzettels ist wichtig, weil niemand im Wahllokal erfahren darf, welche Partei oder welchen Kandidaten man gewählt hat. Erst in der Wahlurne landen alle Stimmen unsichtbar für andere.

Warum ist die Kommunalwahl wichtig?

Kaum eine politische Ebene hat so direkten Einfluss auf das tägliche Leben wie die Kommunalpolitik. Wie die CDU-Deutschland beschreibt, werden hier Entscheidungen getroffen, die direkt vor der Haustür wirksam werden.

Entscheidungen vor der Haustür

Die gewählten Vertreter bestimmen, wie Schulen ausgestattet sind, welche Projekte in der eigenen Stadt umgesetzt werden und wie öffentliche Plätze gestaltet sind. Die Bundeszentrale für politische Bildung betont, dass diese Entscheidungen nur für das Gebiet der jeweiligen Kommune gelten.

Der Unterschied zur Bundestagswahl

Bei der Bundestagswahl wird die Regierung für ganz Deutschland gewählt, bei der Kommunalwahl nur für den eigenen Ort. Außerdem gibt es Altersunterschiede: Während man für den Bundestag erst mit 18 Jahren wählen darf, ist man bei manchen Kommunalwahlen bereits mit 16 Jahren wahlberechtigt. Laut bpb regeln Kommunalwahlen Angelegenheiten auf lokaler Ebene, Bundestagswahlen auf Bundesebene.

Wer kann an der Kommunalwahl teilnehmen?

Nicht jeder darf bei jeder Wahl mitmachen. Die Kommunalwahl hat spezielle Regeln dafür, wer abstimmen darf.

Das Wahlalter variiert

Nach Informationen der bpb muss man mindestens 16 Jahre alt sein, um bei einer Kommunalwahl zu wählen. In manchen Bundesländern gilt jedoch ein Mindestalter von 18 Jahren.

Weitere Voraussetzungen

Laut den niedersächsischen Wahlbehörden muss man entweder die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder Bürger eines EU-Mitgliedstaates sein. Außerdem muss man seit mindestens drei Monaten im Wahlgebiet leben und im Wählerverzeichnis eingetragen sein oder einen Wahlschein besitzen.

EU-Bürger sind dabei

Auch Bürgerinnen und Bürger aus anderen EU-Staaten dürfen wählen, sofern sie ihren Wohnsitz in der Gemeinde haben. Das gilt jedoch nur für die Kommunalwahl, nicht für Bundestagswahlen.

Regeln unterscheiden sich nach Bundesland

Jedes Bundesland bestimmt selbst, welche Regeln für die Kommunalwahlen gelten. So legt beispielsweise das Land Brandenburg die Regeln für alle Kommunalwahlen in Brandenburg fest. Trotz dieser Unterschiede gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern.

Wie oft finden Kommunalwahlen statt?

Kommunalwahlen wiederholen sich in festen Abständen. Der genaue Zeitraum hängt jedoch vom Bundesland ab.

  1. Vorbereitung: Die Kandidatenlisten werden erstellt und Parteien stellen ihre Bewerber auf.
  2. Wahltag: An einem Sonntag öffnen die Wahllokale. In Niedersachsen finden die Wahlen beispielsweise alle fünf Jahre an einem festgelegten Sonntag statt.
  3. Stimmenauszählung: Nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr beginnt die Auszählung der Stimmen.
  4. Neue Amtszeit: Die gewählten Räte und Bürgermeister treten ihre Arbeit an und regeln die örtlichen Aufgaben für die nächsten Jahre.

Was gilt überall gleich und was ist unterschiedlich?

Sicher festgelegt

  • Die fünf demokratischen Grundsätze: frei, geheim, allgemein, unmittelbar und gleich
  • Die Wahlen finden immer an einem Sonntag statt
  • Es wird in Wahllokalen mit Stimmzetteln abgestimmt
  • EU-Bürger dürfen teilnehmen

Unterschiedlich geregelt

  • Das Wahlalter: 16 oder 18 Jahre je nach Bundesland
  • Der Turnus: Alle 4, 5 oder 6 Jahre
  • Details zur Wahlorganisation legt jedes Land selbst fest

Die demokratischen Grundsätze im Alltag

Alle Kommunalwahlen in Deutschland folgen denselben demokratischen Wahlgrundsätzen. Die Wahl ist frei, was bedeutet, dass niemand gezwungen werden darf, eine bestimmte Partei zu wählen. Sie ist geheim, weil niemand sehen darf, was auf dem Stimmzettel steht. Sie ist allgemein, weil alle wahlberechtigten Bürger teilnehmen dürfen. Sie ist unmittelbar, weil die Bürger direkt wählen und nicht über Vertreter. Und sie ist gleich, weil jede Stimme gleich viel zählt. In Niedersachsen finden die Wahlen beispielsweise alle fünf Jahre an einem festgelegten Sonntag statt, ähnlich wie bei der Kommunalwahl in Wisconsin 2025. Kommunalwahl in Wisconsin 2025

Lokale Infrastruktur umfasst nicht nur politische Einrichtungen, sondern auch Dienstleistungen vor Ort. Wer mehr über lokale Einrichtungen erfahren möchte, findet unter Thai Restaurants Open Now – Offene Thai-Lokale in Berlin Beispiele für gastronomische Angebote in der Hauptstadt.

Diese Regeln gelten für alle Wahlen in Deutschland und sorgen dafür, dass jede Stimme gleich wichtig ist und niemand benachteiligt wird.

Quellen und Expertenmeinungen

Eine Kommunalwahl ist eine Wahl auf der lokalen Ebene, bei der Bürgerinnen und Bürger in ihrer Gemeinde, Stadt oder ihrem Landkreis entscheiden, wer sie regieren soll.

– Hanisauland Lexikon

Kaum eine politische Ebene hat so direkten Einfluss auf das tägliche Leben wie die Kommunalpolitik.

– CDU Deutschlands

Zusammenfassung: Das Wichtigste für Kinder

Die Kommunalwahl ist die Wahl für den eigenen Ort. Sie findet alle vier bis sechs Jahre an einem Sonntag statt. Ab 16 oder 18 Jahren dürfen Bürger wählen, wer Bürgermeister wird und wer im Stadtrat sitzt. Diese Entscheidungen betreffen Schulen, Spielplätze und Straßen direkt vor der Haustür. Wer mehr über lokale Einrichtungen erfahren möchte, kann sich auch mit Bank in der Nähe – Nächste Filiale und Geldautomat finden beschäftigen, um zu verstehen, wie Infrastruktur in der Gemeinde organisiert ist.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zur Bundestagswahl?

Bei der Kommunalwahl entscheidet man über die Politik im eigenen Ort, bei der Bundestagswahl über die Politik für ganz Deutschland. Außerdem darf man bei der Kommunalwahl in manchen Bundesländern bereits mit 16 Jahren wählen, für den Bundestag erst mit 18.

Kann ich als Kind mitwählen?

Nein, Kinder unter 16 oder 18 Jahren sind nicht wahlberechtigt. Du kannst aber mit deinen Eltern über die Wahlen sprechen und dich informieren, welche Themen in deiner Stadt wichtig sind.

Was macht ein Bürgermeister genau?

Der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin leitet die Verwaltung der Gemeinde oder Stadt. Er oder sie repräsentiert den Ort nach außen und setzt die Beschlüsse des Stadtrates um.

Warum muss man den Stimmzettel falten?

Das Falten schützt das Wahlgeheimnis. Niemand im Wahllokal darf sehen, wen du gewählt hast. Erst in der geschlossenen Wahlurne ist die Stimme sicher.

Dürfen alle Menschen in Deutschland wählen?

An der Kommunalwahl dürfen Deutsche und Bürger anderer EU-Staaten teilnehmen, wenn sie mindestens drei Monate im Wahlgebiet wohnen. Menschen aus Nicht-EU-Staaten dürfen bei der Kommunalwahl nicht wählen.

Wie lange dauert eine Amtszeit?

Die Amtszeit beträgt je nach Bundesland und Position vier, fünf oder sechs Jahre. Danach findet eine neue Wahl statt.

Marvin Leon Weber Koch

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