
The Cure Gitarrist Perry Bamonte – Biografie, Karriere und Tod
Perry Bamonte war ein britischer Musiker und Künstler, der als Gitarrist, Keyboarder und gelegentlicher Bassist sowie Schlagzeuger von The Cure von 1990 bis 2005 und erneut von 2022 bis zu seinem Tod am 24. Dezember 2025 im Alter von 65 Jahren wirkte. Der in London geborene Musiker begann seine Karriere 1984 als Mitglied der Roadcrew und entwickelte sich zu einem vielseitigen Instrumentalisten, der maßgeblich zum Sound der Band beitrug.
Sein jüngerer Bruder Daryl fungierte als Tourmanager für The Cure und Depeche Mode – eine Verbindung, die Perry den Einstieg in die Musikbranche ermöglichte. Nach seinem plötzlichen Tod am Heiligabend 2025 würdigte ihn die Band als warmherzigen und wesentlichen Teil ihrer Geschichte.
Wer ist Perry Bamonte?
Perry Archangelo Bamonte
3. September 1960, London
Gitarrist, Keyboarder
The Cure (1990–2005, 2022–2025)
Frühes Leben und Karrierebeginn
Bamonte wuchs in London auf und trat 1984 über familiäre Verbindungen der Roadcrew von The Cure bei. Seine ersten Aufgaben umfassten die Betreuung der Bühnentechnik, bevor er zum Gitarrentechniker und persönlichen Assistenten von Frontmann Robert Smith aufstieg. Bereits vor dieser Zeit spielte Bamonte Gitarre und erweiterte sein Können auf Klavier und Keyboards, die er von Smiths Schwester Janet erlernte.
Die familiäre Beziehung zu Daryl Bamonte, der als Tourmanager sowohl für The Cure als auch für Depeche Mode tätig war, erwies sich als entscheidend für den frühen Einstieg in die Musikbranche.
Perry Bamonte Biografie Highlights
- Mehrjährige Tätigkeit als persönlicher Assistent von Robert Smith prägte die Zusammenarbeit
- Beherrschung von vier Instrumenten: Gitarre, Keyboards, Bass und Schlagzeug
- Über 500 Konzerte in zwei Perioden bei The Cure absolviert
- Mitwirkung an sieben Studio- und Livealben der Band
- Parallel karriere als Illustrator für Fachmagazine
- Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame 2019
- Überraschende Rückkehr 2022 für Welttournee
| Fakt | Detail |
|---|---|
| Geburtsjahr | 1960, London |
| The Cure Beitritt | 1990 (erste Phase) |
| Erstes Album | Wish (1992) |
| Verlassen | 2005 (erste Phase) |
| Rückkehr | 2022 |
| Letztes Konzert | 1. November 2024, London |
| Tod | 24. Dezember 2025 |
War Perry Bamonte Gitarrist bei The Cure?
Perry Bamonte war tatsächlich Gitarrist bei The Cure, übernahm jedoch im Laufe seiner Karriere deutlich mehr Verantwortung. Nach dem Ausstieg von Keyboarder Roger O’Donnell 1990 wurde er festes Mitglied der Band und spielte fortan Gitarre, Keyboards sowie gelegentlich Bass und Schlagzeug. Sein instrumentales Spektrum machte ihn zu einem der vielseitigsten Musiker der Bandgeschichte.
Besonders nach dem Ausstieg von Gitarrist Porl Thompson verlagerten sich seine Aufgaben stärker auf die Gitarre. In 14 Jahren seiner ersten Phase absolvierte er über 400 Konzerte und prägte den charakteristischen Sound der Band während dieser Zeit entscheidend mit.
Instrumente und Beiträge
Seine Hauptinstrumente waren Gitarre und Keyboards, ergänzt durch sechs-saitigen Bass und gelegentliche Schlagzeugarbeit. Diese Vielseitigkeit erlaubte es ihm, flexibel auf die Anforderungen verschiedener Songs und Konzertsituationen zu reagieren. Die Band schätzte ihn als ruhigen, intensiven und intuitiven Musiker, der stets beständig und ungeheuer kreativ arbeitete.
Die Fähigkeit, zwischen mehreren Instrumenten zu wechseln, machte Bamonte zu einem unverzichtbaren Mitglied, das sowohl rhythmische als auch melodische Aufgaben übernehmen konnte.
Wichtige Alben und Touren
Sein Debütalbum mit der Band war Wish (1992), das den Hit „Friday I’m in Love” enthielt. Weitere wichtige Veröffentlichungen während seiner ersten Phase umfassten Wild Mood Swings (1996), Bloodflowers (2000) und das selbstbetitelte Album The Cure (2004). Hinzu kamen die Livealben Paris und Show (beide 1993) sowie die Kompilation Galore (1997).
| Album | Jahr | Bemerkung |
|---|---|---|
| Wish | 1992 | Debütalbum mit Hit „Friday I’m in Love” |
| Paris (Live) | 1993 | Liveaufzeichnung aus Paris |
| Show (Live) | 1993 | Weiteres Livealbum |
| Wild Mood Swings | 1996 | Studioalbum |
| Galore | 1997 | Kompilation |
| Bloodflowers | 2000 | Studioalbum |
| The Cure | 2004 | Selbstbetiteltes Album |
Während seiner zweiten Phase ab 2022 wirkte Bamonte an der Shows of a Lost World Tour mit und spielte insgesamt 90 weitere Konzerte, darunter sein letzter Auftritt am 1. November 2024 in London. Er war am Live-Album Songs of a Lost World: Troxy London MMXXIV (2024) sowie am Studioalbum Songs of a Lost World beteiligt – dem ersten neuen Material der Band seit 16 Jahren.
Wann und warum hat Perry Bamonte The Cure verlassen?
Im Jahr 2005 kam es zu einem einschneidenden Wendepunkt in Bamontes Karriere bei The Cure. Robert Smith trennte sich von ihm und Roger O’Donnell, um die Band als Trio neu zu formieren. Der Abschied erfolgte abrupt ohne offizielle Erklärung, was zu Spekulationen in der Fanszene führte.
Gründe für den Ausstieg
Die Entscheidung von Robert Smith zur Umstrukturierung bedeutete das Ende von Bamontes erster Phase bei der Band. Trotz des überraschenden und abrupten Abschieds blieb die persönliche Beziehung zu Smith freundschaftlich. Die genauen Hintergründe der Trennung wurden von der Band nicht öffentlich erläutert.
Folgen für die Band
Nach dem Ausstieg führte Smith The Cure als Trio weiter, was eine Neuausrichtung der Bühnenpräsenz und der Arrangements erforderte. Bamonte zog sich aus dem Rampenlicht zurück und widmete sich anderen Interessen, während die Band ihre Karriere in veränderter Besetzung fortsetzte.
Trotz der plötzlichen Trennung blieb der Kontakt zwischen Bamonte und Robert Smith freundschaftlich, was sich später in der überraschenden Rückkehr 2022 manifestierte.
Was macht Perry Bamonte nach The Cure?
Nach seinem Ausstieg 2005 und vor seiner Rückkehr 2022 widmete sich Bamonte verschiedenen Projekten außerhalb von The Cure. Er entdeckte das Fliegenfischen als Leidenschaft und arbeitete parallel als Illustrator, unter anderem für das Magazin Fly Culture.
Aktuelle Projekte und Karriere
Im Jahr 2012 übernahm Bamonte die Position des Bassisten bei der Supergroup Love Amongst Ruin und wirkte 2015 am Album Lose Your Way mit. Diese musikalische Tätigkeit demonstrierte seine anhaltende Kreativität und Vielseitigkeit auch außerhalb seiner bekanntesten Band.
Ein bedeutender Karrieremeilenstein war die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame im Jahr 2019 als Mitglied von The Cure. Diese Auszeichnung unterstrich seinen Beitrag zum Erfolg der Band und sein bleibendes Vermächtnis in der Rockgeschichte.
Die überraschende Rückkehr zu The Cure 2022 für die Shows of a Lost World Tour begann mit einem Auftritt in Hamburg im Oktober 2022. Die Fanszene reagierte begeistert auf seine erneute Präsenz an der Seite von Robert Smith. Erstmals seit langem sang Bamonte wieder live mit der Band, was seine zweite Phase bis zu seinem Tod im Dezember 2025 prägte.
Die Band nannte ihn zärtlich „Teddy” und würdigte ihn als warmherzigen und wesentlichen Teil ihrer Geschichte. Lol Tolhurst, Mitgründer von The Cure, drückte seine Trauer öffentlich auf Instagram aus.
Chronologie: Die wichtigsten Stationen
- 1960: Geburt in London
- 1984: Einstieg in die Roadcrew von The Cure
- 1990: Aufnahme als Vollmitglied nach Roger O’Donnells Ausstieg
- 1992: Debütalbum Wish mit dem Hit „Friday I’m in Love”
- 2005: Entlassung durch Robert Smith, Neuausrichtung als Trio
- 2012: Beitritt zu Love Amongst Ruin als Bassist
- 2019: Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame
- 2022: Rückkehr für die Shows of a Lost World Tour, erster Auftritt in Hamburg
- 2024: Letztes Konzert am 1. November in London; Beteiligung an Songs of a Lost World
- 24. Dezember 2025: Tod im Alter von 65 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit
Gesicherte Fakten und verbleibende Fragen
Gesicherte Informationen
- Geburtsdatum und Sterbedatum sind dokumentiert
- Beide Mitgliedschaftsphasen (1990–2005, 2022–2025) belegbar
- Alle Studio- und Livealben mit Aufnahmedaten verifiziert
- Über 500 Konzerte in zwei Phasen absolviert
- Freundschaftliche Beziehung zu Robert Smith nach Trennung
- Tod nach kurzer, schwerer Krankheit zu Hause
Verbleibende Fragen
- Keine detaillierten Informationen über konkrete Tourneeetappen verfügbar
- Spezifische Instrumentenmodelle nicht öffentlich dokumentiert
- Keine direkten Interviewaussagen von Bamonte auffindbar
- Genauere Umstände der Entlassung 2005 unklar
- Private Lebensumstände nach 2005 nur begrenzt dokumentiert
Die Rolle in der Bandgeschichte
Bamonte nimmt in der Geschichte von The Cure eine besondere Stellung ein. Seine Vielseitigkeit als Instrumentalist ermöglichte es der Band, flexibel auf verschiedene musikalische Anforderungen zu reagieren. Mit seiner ruhigen und kreativen Art fügte er sich nahtlos in die Dynamik der Band ein, die von Robert Smiths markanter Persönlichkeit geprägt war.
Seine zwei Jahrzehnte währende Verbindung mit der Band, unterbrochen durch einen freiwilligen Rückzug und eine unerwartete Rückkehr, unterstreicht die besondere Beziehung zwischen ihm und der Gruppe. Die Beteiligung an Songs of a Lost World, dem ersten neuen Studioalbum seit 16 Jahren, markierte einen würdevollen Abschluss seiner Karriere.
Quellen und Würdigungen
Die Band beschrieb Bamonte als „ruhig, intensiv, intuitiv, beständig und ungeheuer kreativ” sowie als „warmherzigen und wesentlichen Teil der Geschichte” von The Cure.
Nach seinem Tod am 24. Dezember 2025 sprach Lol Tolhurst, Mitgründer von The Cure, öffentlich seine Trauer aus. Die Band selbst teilte die Nachricht auf ihrer Website und würdigte den Verstorbenen mit dem Kosenamen „Teddy”.
Die Informationen in diesem Artikel stammen hauptsächlich aus Wikipedia-Einträgen, Nachrufen großer deutscher Medien wie Stern, Spiegel und Berliner Zeitung sowie der offiziellen Website der Band.
Zusammenfassung
Perry Bamonte war ein außergewöhnlicher Musiker, dessen Karriere bei The Cure von 1990 bis 2005 und erneut von 2022 bis zu seinem Tod im Dezember 2025 reichte. Als Gitarrist, Keyboarder und Multi-Instrumentalist trug er wesentlich zum Sound der Band bei und wirkte an sieben Alben mit. Nach seinem Ausstieg 2005 verfolgte er das Fliegenfischen und eine Karriere als Illustrator, bevor er 2022 für eine erfolgreiche Welttournee zurückkehrte. Seine letzte Veröffentlichung mit der Band, das Album Songs of a Lost World, erschien 2024 und bildete den Abschluss eines bemerkenswerten Kapitels in der Geschichte von The Cure. Mehr über andere Musiker dieser Ära erfahren Sie in unserem Artikel zu Prince Michael Jackson II – Biografie Familie und Leben heute.
Häufig gestellte Fragen
Welche Instrumente spielte Perry Bamonte bei The Cure?
Bamonte spielte primär Gitarre und Keyboards, ergänzt durch sechs-saitigen Bass und gelegentlich Schlagzeug.
Welche Alben nahm Perry Bamonte mit The Cure auf?
Er wirkte an Wish (1992), Paris (1993), Show (1993), Wild Mood Swings (1996), Galore (1997), Bloodflowers (2000) und The Cure (2004) mit.
Wie lange war Perry Bamonte bei The Cure?
In zwei Phasen: von 1990 bis 2005 und erneut von 2022 bis zu seinem Tod im Dezember 2025, insgesamt über 18 Jahre.
Warum verließ Perry Bamonte The Cure 2005?
Robert Smith trennte sich 2005 von Bamonte und Roger O’Donnell, um die Band als Trio neu zu formieren. Die genauen Hintergründe wurden nicht öffentlich erläutert.
Was machte Perry Bamonte nach seinem Ausstieg bei The Cure?
Er widmete sich dem Fliegenfischen, arbeitete als Illustrator für Magazine wie Fly Culture und war 2012 als Bassist bei Love Amongst Ruin tätig.
Wann und wie ist Perry Bamonte gestorben?
Er starb am 24. Dezember 2025 im Alter von 65 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit zu Hause in London.
War Perry Bamonte mit anderen Projekten als The Cure musikalisch aktiv?
Ja, er war 2012 der Bassist der Supergroup Love Amongst Ruin und wirkte 2015 am Album Lose Your Way mit.
Welche Auszeichnungen erhielt Perry Bamonte?
2019 wurde er als Mitglied von The Cure in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.